exilant

Wirklich schon ein Jahr?

In den letzten Wochen hat hier ziemliche Funkstille geherrscht. Aber keine Angst: Reliwatch wird nicht nach nur einem Jahr eingestellt. Ich war etwas knapp mit meiner Zeit. Nicht das es an Themen mangelt: Die Debatte zur Karfreitagsruhe wurde in den einschlägigen Blogs und Pressediensten nachgearbeitet. Die Kirchen feiern ihren Sieg nach Punkten und in Bayern werden zwei Stunden vom stillen Feiertag abgeknapst. Der Grüne Provinzhinterbänkler Gerd Dreßler wünscht sich Glockenklang an Festtagen und ein anonymer Kommentarschreiber will mir mein atheistisches Drecksmaul stopfen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kreuzverpackung in der "Passionszeit"

Was machen gläubige Christen am Karfreitag? Sie suchen nach Kontemplation, dem Gebet,der inneren Einkehr und wenden sich auch mal den dunklen Seiten des Lebens zu. Einige jedenfalls. Dagegen ist nichts einzuwenden. Da aber den frommen Erleuchteten der Gedanke unerträglich ist, dass ungläubiges Heidenvolk andernorts womöglich gut gelaunt und trinkfreudig in das lange Hasenfestwochenende hineintanzt, haben sie dafür Sorge getragen dass jedem unheiligen Tun Einhalt geboten wird. Den ganzen Beitrag lesen »

Wer sich anders nicht mehr zu helfen weiß, der versucht die Argumentationskraft des Gegners gegen ihn zu wenden. Wie gut Klerikale diese Technik beherrschen war zuletzt im Deutschlandfunk nachzuhören. Ihre Gegner waren – mal wieder – die Laizisten in der SPD.

von Alvy Singer
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Schon wieder das Arbeitsrecht. Aber es ist im Moment halt aktuell. Am 26. März fand im Bundestag eine Anhörung statt, die aufgrund des eines Antrages der Linken zum Thema des sogenannten “dritten Weges” – des kirchlichen Arbeitsrechtes also – stattgefunden hat. Die Linkspartei kritisiert das deutlich geringere Schutzniveau der Mitarbeiter in kirchlichen Einrichtungen gegenüber dem ihren Kollegen im nicht-kirchlichen Bereich. In der Anhörung äusserten sich Prof. Dr. Gregor Thüsing und der Arbeitsrechtler Prof. Dr. Jacob Joussen (5 Semester katholische Theologie) als Experten positiv über den “bewährten dritten Weg”. Den ganzen Beitrag lesen »

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Trägerwechsel in Rauschendorf

Diskriminierung / Grafik: Jacques Tilly / nicsbloghaus

Diskriminierung / Grafik: Jacques Tilly / nicsbloghaus

Der Fall der gekündigten Kindergartenleiterin in Rauschenbach (reliwatch Artikel v. 27.02.2012) hat nun dazu geführt, dass die Stadt Königswinter den Trägerschaftsvertrag mit der katholischen Kirche gekündigt hat. Nähers zu dieser Entwicklung findet sich im Artikel des Bonner Generalanzeigers. Aus laizistischer Sicht kann man diese Ereignisse nur begrüßen. Zeigt sich doch klar, dass die Durchsetzung vorgestriger Moralvorstellungen mittes des kirchlichen Arbeitsrechts selbst in der katholischen Provinz nicht mehr akzeptiert wird. Es zeigt sich in diesem Fall, dass eine alles andere als kichenfeindliche oder kichernferne engagierte Bürgerschaft bereit ist, Entscheidungen in Ihrem Sinne gegen die katholische Kirche durchzusetzen. Ein PR Desaster für die katholische Kirche. Die Stellungnahme des Kirchengemeindeverbandes vom 15. März dürfte die Entscheidung in Königswinter noch beflügelt haben. Dieses Dokument ist ein entlarvendes Zeugnis verblendeter Arroganz. Mit dieser Entscheidung in Königswinter ist dem bestehenden bigotten und heuchlerischen System des des kirchlichen Arbeitsrechtes zwar nicht das Genick gebrochen worden, aber sie hat eine Signalwirkung die nicht zu unterschätzen ist. Um mit Churchill zu sprechen:  “Now this is not the end. It is not even the beginning of the end. But it is, perhaps, the end of the beginning.
Ein Anfang ist gemacht.

Nachtrag v. 23.03.2012: SPON berichtet umfangreich über den Fall
Quellen: Bonner Generalanzeiger  Erzbistum Köln  Nics Bloghaus

Ingrid Matthäus-Maier

Auf der Seite des Vorwärts ist ein Zwischenruf der SPD Politikerin und Humanistin Ingrid Matthäus-Maier veröffentlicht worden. In diesem erneuert sie die Forderung nach dem Ende des sog. “3. Weges” und verlangt, den Arbeitnehmern in kirchlichen Unternehmen die gleichen Rechte wie ihren Kollegen in der “freien Wirtschaft” einzuräumen.

Quelle: vorwaerts.de

In meinem Artikel Skandalurteil in Österreich hatte ich mein Entsetzen darüber zum Ausdruck gebracht, dass die östereichische Justiz glaubt, den Islam mittels des Strafgesetzbuches vor Kritik schützen zu müssen während in Deutschland selbst die Bezeichnung “Kinderficker-Sekte” für die katholische Kirche straffrei durchgeht. Die christlich katholisch bewegte Schreiberin Felizitas Küble versucht nun diese Äusserung in dem Sinne zu interpretieren, dass ich das Berliner Urteil zum Schockwellenreiter kritisieren würde. Dem ist nicht so. Zu kritisieren ist hier ausschließlich das Urteil der östereichischen Justiz. In Berlin hat die Vernunft gesiegt. Allerdings gebe ich gerne zu, dass ich die Wortwahl des Schockwellenreiters bei aller inhaltlichen Zustimmung meinerseits trotzdem durchaus unangebracht finde.

laiciteAm 7. Februar veröffentlichte Andrea Nahles einen Aufsatz mit dem Titel „Lassen wir die Kirche doch im Dorf“ im Feuilleton der FAZ (leider nur kostenpflichtig online verfügbar). Der Beitrag ist auch als Antwort auf den Artikel von Thomas Stamm Kulmann, ebenfalls in der FAZ, zu sehen. Frau Nahles, spätestens seit ihrem Buch „Frau, gläubig, links“ als stramme Katholikin bekannt, fabuliert dort über die Nützlichkeit der Religionen als der „normative Stachel im Fleisch der Gesellschaft“. Den ganzen Beitrag lesen »

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Staat zahlt, Kirche bestimmt.

Und wieder mal geht es um das kirchliche Arbeitsrecht. Genauer: Um seinen Mißbrauch. Einer Kindergärtnerin wurde gekündigt, weil sie mit einem neuen Lebenspartner zusammenzog. Den ganzen Beitrag lesen »

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Kluges und Dummes zur Religion

Während Sybille Berg auf SPON einen klugen Artikel zur Religion verfasst hat, lässt Claudia Keller im Tagesspiegel einen selten einfältigen Kommentar ab. Zu ihrem Erguss werde ich hier weiter nichts schreiben, der Artikel spricht für sich.

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