21.03.2012
Trägerwechsel in Rauschendorf
Der Fall der gekündigten Kindergartenleiterin in Rauschenbach (reliwatch Artikel v. 27.02.2012) hat nun dazu geführt, dass die Stadt Königswinter den Trägerschaftsvertrag mit der katholischen Kirche gekündigt hat. Nähers zu dieser Entwicklung findet sich im Artikel des Bonner Generalanzeigers. Aus laizistischer Sicht kann man diese Ereignisse nur begrüßen. Zeigt sich doch klar, dass die Durchsetzung vorgestriger Moralvorstellungen mittes des kirchlichen Arbeitsrechts selbst in der katholischen Provinz nicht mehr akzeptiert wird. Es zeigt sich in diesem Fall, dass eine alles andere als kichenfeindliche oder kichernferne engagierte Bürgerschaft bereit ist, Entscheidungen in Ihrem Sinne gegen die katholische Kirche durchzusetzen. Ein PR Desaster für die katholische Kirche. Die Stellungnahme des Kirchengemeindeverbandes vom 15. März dürfte die Entscheidung in Königswinter noch beflügelt haben. Dieses Dokument ist ein entlarvendes Zeugnis verblendeter Arroganz. Mit dieser Entscheidung in Königswinter ist dem bestehenden bigotten und heuchlerischen System des des kirchlichen Arbeitsrechtes zwar nicht das Genick gebrochen worden, aber sie hat eine Signalwirkung die nicht zu unterschätzen ist. Um mit Churchill zu sprechen: “Now this is not the end. It is not even the beginning of the end. But it is, perhaps, the end of the beginning.”
Ein Anfang ist gemacht.
Nachtrag v. 23.03.2012: SPON berichtet umfangreich über den Fall
Quellen: Bonner Generalanzeiger Erzbistum Köln Nics Bloghaus
