Wie die “Zeit” in ihrer neuesten Ausgabe berichtet, werden Bewerber auf Stellenausschreibungen des BMI offenbar nach religiöser Präferenz ausgewählt. So sollen trotz schlechterer Qualifikation Bewerber mit ausgeprägt christlichem – vorzugsweise katholischem – Hintergrund bevorzugt worden sein. So habe es laut der “Zeit” Bewerbern zum Vorteil gereicht, im Kirchenchor zu singen, ein Praktikum bei einer Diözese gemacht zu haben oder Mitglied in einem katholischen Verband zu sein. Ein Mitarbeiter des BMI äusserte gegenüber der Zeit “Schon seit geraumer Zeit baut Fietz ein konservativ-katholisches Juristennetzwerk im BMI auf und drängt Andersdenkende an den Rand”. Gemeint ist hier Johannes Paul Fietz (CDU), Leiter der Zentralabteilung im BMI, u.a. für das Recruiting verantwortlich. Johannes Paul Fietz ist als äusserst konservativer Katholik bekannt. Eine kurze Internetrecherche bestätigt diese Einschätzung: So ist er als Islamphobiker und Freund der Staatskirche u.a. bei den “Essener Gesprächen” aufgetreten, einer jährlichen Veranstaltung auf der Vertreter der Amtskirche und kirchennahe Politiker und Staatsdiener seit vielen Jahren ihre Netzwerke pflegen. Dass anscheinend bei der Bewerberauswahl des BMI neben der Bevorzugung besonders christlicher Bewerber auch das CDU/CSU Parteibuch der Kandidaten, eine Verwandschaft mit Unionsabgeordneten oder eine frühere Tätigkeit für die Konrad-Adenauer-Stiftung positiv gewichtet wurden wundert wohl nicht wirklich jemanden.
Quellen: Zeit, Printausgabe v. 23.05.2013, migazin.de, dtj-online.de
„Soviel du brauchst“ lautet das Motto des evangelischen Kirchentages in Hamburg der Anfang Mai stattfindet. DieVeranstalter des frommen Ereignisses brauchen jedenfalls einen ganze Menge (Kohle): Ca. 8,4 Millionen Euro an direkten Zuwendungen aus Steuermitteln von Stadt, Land und Bund. Indirekte Subventionen wie die verbilligten und verschenkten Tickets der Verkehrsbetriebe und ähnliches sind da nicht eingerechnet. Dem steht ein Zuschuss aus kirchlichen Mitteln von 4,25 Mio. gegenüber. Das ist doch mal ein gesundes Verhältnis. Naja, das Motto sagt es ja schon…
Den Rest der Veranstaltung finanzieren die Teilnehmer und verschiedene Sponsoren.
Die Zeit schwärzt ohne Not die Mohammed-Figur in einer Comiczeichnung und verkauft das auch noch als höhere Moral.
Eine Einlassung von Thierry Chervel im Perlentaucher
Der türkische Starpianist Fazil Say ist von einem Gericht in Istanbul zu einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Dem Urteil liegt der türkische Strafrechtsparagraph 216 zugrunde, der die „öffentliche Erniedrigung religiöser Werte“ sanktioniert. Laut dem Bericht der Süddeutschen beobachtete die Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen den Prozess vor Ort und berichtete, sie habe sich im Gerichtssaal wie „in einem absurden Theaterstück“ gefühlt.
Der Grund des Prozesses: Fazil Say verbreitete im April 2012 den Satz eines mittelalterlichen persischen Dichters über Twitter: „Du behauptest, durch die Bäche wird Wein fließen – ist das Paradies etwa eine Schänke? Du sagst, jeder Gläubige wird zwei Jungfrauen bekommen – ist das Paradies etwa ein Bordell?“. Nach dem Aufschrei der entrüsteteten Frömmler legte er noch nach: „Der Muezzin trägt seinen Aufruf zum Abendgebet in 22 Sekunden vor. Prestissimo con fuoco!! Warum so eilig? Hast du eine eine Geliebte? Wartet der Raki auf dem Tisch?”
Fazil Say ist bekennender Atheist und Kritiker des Den ganzen Beitrag lesen »
Mich schmerzt es wirklich, aber leider muss ich mich schon wieder mit den Sozis beschäftigen. Vor ein paar Tagen war es der Herr Steinbrück, der den Sportunterricht nach den Wünschen mittelalterlicher islamischer Religionsvorstellungen gestallten will und vor ein paar Wochen machte sich der Rheinland-Pfälzische Justizminister Jochen Hartloff, ebenfalls SPD, für die Scharia stark.
Gibt es bei den Sozis die falschen Medikamente? Rauchen die schlechtes Zeug? Oder haben die einfach nur einen an der Waffel?
Herr Hartloff äusserte die Ansicht, dass Scharia Gerichte im Zivilrecht durchaus akzeptabel seien. Den ganzen Beitrag lesen »

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“Wenn die Schulen es einrichten können, sollten sie da Rücksicht auf die religiösen Gefühle nehmen und getrennten Sportunterricht anbieten” Diese Aussage stammt nicht vom Vorsitzenden irgendeines Zentralrates irgendeiner Religion sondern vom SPD Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück. Lieber Herr Steinbrück, wo würden sie denn sonst noch Rücksicht auf “religiöse Gefühle” nehmen? Beim Biologieunterricht? Oder beim Physikunterricht? Oder beim Geschichtsunterricht? Sollte mit Rücksicht auf die “religiösen Gefühle” zukünftig nur noch Islam- oder Christentum-kompatible Literatur besprochen werden? Fragen über Fragen. Wie wäre es mal mit nachdenken?
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Nein, diesmal geht es nicht um das Tanzverbot. Zu dieser bescheuerten Vorschrift aus finstren Vortagen habe ich im letzten Jahr was geschrieben.Immerhin wurde im hohen Norden der Republik das Verbot in diesem Jahr entscheidend gelockert. Heute geht es um Filmvorführungen. Genauer gesagt um eine Aufführung des Films „Das Leben des Brian“. Wie die WAZ berichtet, plant die Initiative „Religionsfrei im Revier“ für den Karfreitag um 19 Uhr in Bochum eine Vorführung des Filmes. Und was jetzt kommt, klingt wie Satire, ist aber die traurige Wahrheit: Den ganzen Beitrag lesen »

Mitte Januar konstituierte sich in Mannheim der „Bundesweite Arbeitskreis Säkulare Grüne“.
Zitat: Die Säkularen Grünen haben auf diesem Bundestreffen ihre generelle Zielsetzung in einem Grundstatement formuliert: Orientiert wird dabei auf eine Gesellschaft, „in der Menschen verschiedener Glaubensrichtungen und Weltanschauungen sowie Nichtreligiöse gleichberechtigt zusammen leben“. Eine Privilegierung oder eine Diskriminierung aufgrund einer Weltanschauung oder der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion soll ausgeschlossen sein, dies veranlasst auch dazu, „Privilegien von Kirchen und Religionsgemeinschaften“ perspektivisch abzuschaffen. Den ganzen Beitrag lesen »
B16 ist müde. Das ist legitim. Mit 85 darf man den Ruhestand ins Auge fassen. Das gab es noch nicht oft oder genauer gesagt erst einmal. Und das ist schon über 700 Jahre her.
Ziemlich pünktlich zu seinem 78. Geburtstag wurde er im April 2005 in sein Amt gewählt. Schon damals stellte sich den Beobachtern die Frage, ob er ein Übergangskandidat sein soll. Einerseits wegen seines fortgeschrittenen Alters, andererseits aufgrund der Annahme, er werde das schier endlose Pontifikat von JPII nahtlos in großer Kontinuität ohne eigene Ambitionen weiterführen. Das würde den Kardinälen Zeit verschaffen, sich Gedanken über die Zukunft zu machen. In ein paar Wochen werden wir sehen, ob sie diese Zeit genutzt haben. Während seiner Amtszeit legte sich B16 Den ganzen Beitrag lesen »
Dass in kirchlichen Kliniken und Pflegeheimen die Angestellten mit der Hilfe vorgestriger Gesetze ihrer Rechte beraubt werden und Kinder in Kindergärten und Bekentnisschulen nach Konfession segregiert werden ist ja schon skandalös genug.
Was jetzt aber einem Vergewaltigungsopfer in Köln wiederfuhr schlägt dem Fass den Boden aus: Wie der Kölner Stadtanzeiger meldete, wurde eine 25 jährige Frau, die vermutlich mithilfe von sog. K.O. Tropfen vergewaltigt wurde, von zwei Kliniken in kirchlicher Trägerschaft abgewiesen. Den ganzen Beitrag lesen »