Am 7. Februar veröffentlichte Andrea Nahles einen Aufsatz mit dem Titel „Lassen wir die Kirche doch im Dorf“ im Feuilleton der FAZ (leider nur kostenpflichtig online verfügbar). Der Beitrag ist auch als Antwort auf den Artikel von Thomas Stamm Kulmann, ebenfalls in der FAZ, zu sehen. Frau Nahles, spätestens seit ihrem Buch „Frau, gläubig, links“ als stramme Katholikin bekannt, fabuliert dort über die Nützlichkeit der Religionen als der „normative Stachel im Fleisch der Gesellschaft“. Den ganzen Beitrag lesen »
Staat, Kirche und Sozialdemokratie: Ein Rückblick aus gegebenem Anlass
von Alvy Singer
Die SPD des Jahres 2011 ist eine erfolglose und unglückliche Partei. Aber je dunkler das Hier und Jetzt erscheint, desto heller strahlen Geschichte und Tradition. Sie geben Halt, dienen der Selbstvergewisserung und spenden Mut für eine ungewisse Zukunft. Geschichte und Tradition sind kollektive Kraftquellen. Von beidem hat die SPD reichlich. Sie blickt mit Stolz auf fast 150 Jahre Kampf für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität zurück, Selbstverklärung eingeschlossen. Da war der Kampf für eine parlamentarische Demokratie und ein konsequent demokratisches Wahlrecht („One Man One Vote!“), der Widerstand gegen den Faschismus, der Kampf für die politischen, sozialen und ökonomischen Rechte der Arbeiterklasse, für die Befreiung der Frau, für Internationalismus und Frieden. Keiner der vielen Parteivorsitzenden der letzten Jahre vergaß an diese Traditionslinien zu erinnern, um eine verzagte Parteibasis wieder aufzurichten.
Den ganzen Beitrag lesen »